Das nackte Italien – Gnudi [ˈɲuːdi]

PollyMai 2, 2021

Ich bin schon sehr lange ein großer Fan der italienischen Küche, dabei muss ich gestehen, dass ich als Kind ein absoluter Nudel-Gegner war. Ja ich weiss, welches Kind mag bitte keine Spaghetti mit Tomatensauce? 
Ein Glück ändern sich Geschmäcker! 
Eine richtige Leidenschaft für das kulinarische Italien habe ich allerdings erst letztes Jahr in unserem Babymoon entwickelt, denn erst dort habe ich die richtige italienische Küche kennengelernt. Eins kann ich euch sagen, das wahre Italien lebt nicht von Nudeln Carbonara, Pesto,Pizza und Bolognese. Italien kann so unfassbar viel mehr und so viel besser als das und ich freue mich, ein Stück der unentdeckten Gerichte mit euch auf dem Blog zu teilen.

Heute dreht sich hier alles um Gnudi! Ich bin mir sicher, wenige von euch haben Gnudi schon mal probiert, oder wissen irgendetwas mit dem Begriff anzufangen. Auch mir ging es vor einigen Wochen noch so, bis ich auf diese leckeren Ricottabällchen gestoßen bin. Die Einfachheit und Komposition der Zutaten hat mich ab der ersten Sekunde in seinen Bann gezogen und ich wusste direkt – die MUSS ich probieren!

Für Gnudi braucht man wirklich nicht viel; ein wenig Ricotta, Parmesan, Semolina und das war es fast auch schon! Um eins möchte ich euch jedoch bitten, wenn ihr diese wunderbaren, fluffigen Bällchen nachkocht; gönnt euch gute Produkte und zelebriert dieses simple Rezept mit dem besten Parmesan und Ricotta, den ihr nur finden könnt.

Tipp: Wer aus Berlin kommt, sollte unbedingt das Centro Italia aufsuchen

Ich bin generell kein Fan von Massenware, aber wer schon einmal ein gutes Stück Ricotta und Parmesan von der Theke gekauft hat, weiss den geschmacklichen Unterschied zu schätzen und wird nie wieder zur Discounterware greifen. 

Soweit wäre alles gesagt, was mir im Kopf zu diesem Gericht umherschwirrt und ich loswerden musste. Ich spanne euch also nicht mehr weiter auf die Folter -Buon Appetito

Zutaten

Für die Gnudi

  • 1kg Ricotta 
  • 150g Parmesan
  • 1 Muskatnuss
  • 500g Semolina (Hartweizengrieß)

Zum Servieren

  •  4EL  Butter
  • Bund frischen Salbei
  • 1 Bio Zitrone

Zubereitung

1.

Gib den Ricotta in eine große Schüssel und würze ihn mit einer Prise Salz und Pfeffer.
Schnapp dir deine Reibe und füge nun den Parmesan und ca. 1/3 der Muskatnuss hinzu.
Vermische die Zutaten gut miteinander.

2.

Bestreue ein großes Tablett mich reichlich Semolina. Nun fängst du an aus der Ricottamischung kleine Kugeln zu formen. Die Mischung reicht für ca. 40 Gnudi, deine Kugeln sollten also nicht größer als ein Golfball sein.
Lege jeden Gnudi nun auf das Tablett und wende ihn im Grieß, bis er komplett ummantelt ist. Sobald du alle Gnudi fertig geformt hast, schwenk sie noch ein Paar mal im Tablett durch den Grieß und bedecke sie am Ende mit noch ein wenig mehr. Nun stellst du sie für mindestens 8h, am besten aber über Nacht in den Kühlschrank.
Die Semolina entzieht dem Ricotta Feuchtigkeit und sorgt so dafür, dass die Gnudi einen feinen Mantel bekommen.

3.

Während die Vorbereitung etwas mehr Zeit in Anspruch, brauchen die Gnudis nur 3 Minuten Kochzeit. Es ist also das perfekte schnelle Mittag-, aber auch Abendessen. Bevor die du Gnudis ins gesalzene, kochende Wasser wirfst, schüttel den überschüßigen Grieß ab.

4.

In der Zwischenzeit stellst du eine große Pfanne auf den Herd und lässt 4 EL Butter mit einer Handvoll Salbeiblättern darin schmelzen und etwas anbraten. Achte darauf, dass der Salbei nicht verbrennt. Sobald die Gnudi fertig sind, gibst du sie direkt aus dem Topf in die Pfanne. Tipp: Wenn du die Gnudi direkt aus dem Wasser mit einem Sieb holst und in die Pfanne schmeisst, sorgst du dafür, dass etwas Kochwasser der Butter hinzugefügt wird. So erhältst du die perfekte Sauce. Die Butter fängt nämlich an mit dem Wasser zu emulgieren.

5.

Der letzte Schritt ist immer mein liebster; immerhin geht es jetzt ans anrichten und natürlich verkosten!
Serviere die Gnudi in deinen Lieblingstellern, für dich und deinen Lieblingsmenschen. On top kommt natürlich noch etwas der leckeren Salbeibutter aus der Pfanne, gepaart mit ein wenig frischer Zitronenzeste und selbstverständlich Parmesan!

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